Tatort

“Ich mag meine Figuren, die guten wie die bösen, weiß fast alles über sie, kenne ihre Abgründe, ihre Hoffnungen und Träume.”  So die “Tatort” – Drehbuchautorin Marie Funder-Donoghue, über die das ARD-Presseheft zu berichten wußte, daß sie 1981 in Heidelberg geboren wurde, Wirtschaftswissenschaften und Jura in Dublin studiert hatte, mit Ehemann David und Sohn Sean an der Ostküste lebt und Kurzgeschichten schreibt. “Ich schreibe Drehbücher, weil ich es liebe, Menschen zu beobachten und in ihre emotionalen Welten einzutauchen.”

Ihre “Tatort”-Folge  sollte am 23. September unter dem Titel “Die Freundin der Tochter” ausgestrahlt werden.

Nur: Marie Funder-Donoghue ist eine komplette Erfindung der NDR-Fernsehspielchefin und Tatortverantwortlichen Doris Heinze. Das Drehbuch hatte sie selbst geschrieben. Sie war bereits in der vergangenen Woche suspendiert worden, weil sie Drehbücher ihres Mannes unter einem Pseudonym für den NDR verfilmen ließ, ohne die Autorenschaft offenzulegen.

Waren andere Drehbuchvorschläge nur schlechter oder handelt es sich bloß um Gier?

Nachtrag: Welch ein Glück, daß das Adolf-Grimme-Institut bislang weder Doris Heinze, noch Niklas Becker, dem vermeintlichen Drehbuchautor, noch Marie Funder-Donoghue einen Adolf-Grimme-Preis verleihen wollte.

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