Schlagwort: Donald Trump

Covfefe

Wenn doch Covfefe wirklich bedeutete: Ich beabsichtige vom Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten zurückzutreten, machte Donald Trumps nächtliches Twittermalheur wirklich Sinn. #Covfefe

Logorrhoe

Donald Trump quatscht zu viel. Das war schon immer so. Und das ist auch die Bilanz, die man nach den zwei Monaten ziehen kann, die Trump nun US-Präsident ist. Er quatscht viel. Und er tut sehr wenig.

Hubert Wetzel, Gerede, Lügen und Gedöns, in: Süddeutsche Zeitung vom siebzehnten März Zweitausendsiebzehn

Anständige Menschen

Am Ende aber wird Trump trotzdem scheitern. Er wird scheitern, weil seine Strategie, so gerissen seine Taktik auch sein mag, schrecklich ist: Die „New York Times“, die CIA, die mexikanisch-stämmigen Amerikaner und all die anderen, die er schon angegriffen hat, werden nicht einfach verschwinden. Mit jedem Angriff schafft Trump sich neue Feinde und stärkt ihre Verbundenheit untereinander; er mag seine Follower haben, aber er gewinnt keine neuen Freunde dazu. Er wird scheitern, weil er die Gerichte nicht korrumpieren kann und selbst der zaghafteste Senator früher oder später sagen wird: „Es ist genug.“ Er wird scheitern, weil am Ende des Tages die meisten Amerikaner, auch jene, die für ihn gestimmt haben, anständige Menschen sind, die kein Verlangen verspüren, in einer amerikanischen Version von Erdogans Türkei, Orbàns Ungarn oder Putins Russland zu leben. Es gab nichts in dieser ersten verstörenden Woche der Trump-Regierung, womit man nicht hätte rechnen können. Es wird nicht besser werden. (…) Es ist nichts Großes an dem Amerika, das Donald Trump zu schaffen glaubt. Aber am Ende wird es die Größe Amerikas sein, die ihn aufhalten wird.

Eliot A. Cohen, Zeitenwende im Weißen Haus. Trump wird an Amerika scheitern, in: Frankfurter Allgemeine, einunddreißigster Januar Zweitausendundsiebzehn

Eliot A. Cohen war von 2007 bis 2009 Berater („Counselor“) von Außenministerin Condoleezza Rice unter der Bush-Regierung und bekleidete damit eine der ranghöchsten Positionen im amerikanischen Außenministerium. Heute ist er Direktor des Strategic Studies Programs an der Johns Hopkins University School of Advanced International Studies in Washington D.C.

Neil Young über Donald Trump

Amerika erntet gerade, was es über Jahrzehnte gesät hat. Alles, was es in dieser Gesellschaft an Dummheit gibt, manifestiert sich im Reality-TV, einer Welt, in der Donald Trump zu Hause ist. Nun wird deutlich: Die Menschen unterscheiden nicht mehr zwischen Realität und Show. Somit ist Donald Trump das Endergebnis, die Personifizierung der amerikanischen Medienlandschaft. Die Republikaner haben jetzt Angst, dass sie es versaut haben. Aber sie haben über Jahre genau das getan, was Trump jetzt macht: Du nimmst dir die Themen, die den untersten Schichten am meisten Angst machen, Krieg, IS, Kriminalität, Einwanderung, negative Themen, und die bläst du immer weiter auf, bis sie riesig groß werden und irgendwann unkontrollierbar. Wenn Donald Trump Präsident der USA wird, werde ich in diesem Land wohl nicht mehr leben.

Neil Young, Apple kann mich mal. Interview, in: Süddeutsche Zeitung Magazin, Ausgabe Dreiundzwanzig in Zweitausendsechzehn