Kategorie: Fundsachen

Hunnurock

Jeden Tag eine Entdeckung machen …

Im Rahmen des Rechts, außerhalb des Rahmens der politischen Kultur

In vielen Fällen (…) gehen menschenverachtende Äußerungen wie die des brandenburgischen AfD-Spitzenkandidaten Andreas Kalbitz, der von den „Kopftuchgeschwadern“ sprach, bislang als von der Meinungsfreiheit gedeckt durch. (…) Vieles, was Populisten tun, bewegt sich im Rahmen des Rechts, wenn auch außerhalb des Rahmens der politischen Kultur.

Anna Sauerbrey, Vom britischen Parlament lernen, wie man mit Populisten umgeht, in: Der Tagesspiegel vom siebten September Zweitausendneunzehn

Wenn Demokraten die Rhetorik der Populisten übernehmen

Die größte Bedrohung für die Demokratie sind nicht unbedingt die Populisten, sondern die Demokraten, die die Rhetorik der Populisten übernehmen.

Johannes Hillje am neunundzwanzigsten August Zweitausendneunzehn auf Twitter

Nur wenn wir alle in uns sind: …fliegt keine Asche mehr im Wind…!

Fundstück: Finlandia Hymn on four Electric Toothbrushes

Finlandia Hymn (from Sibelius’s Finlandia) on four electric toothbrushes, filmed lakeside in my beautiful home country, Finland. Finlandia, Op. 26 by Jean Sibelius is probably the most well known Finnish classical piece and Finlandia Hymn is a part of it. I decided to play that in my first outdoors video. This is the first time that I use batteries as a power source for the microcontroller and the toothbrushes. The microcontroller and the toothbrushes fit easily in my backpack.

“Desinformationsmedium”

An die Erfindung der Zeitung war einst die Hoffnung geknüpft, dass sie den mündigen Bürger mit den Informationen versorge, die er braucht, um sich ein eigenes Urteil zu bilden. Was dann kam, war die „Bild“-Zeitung. Später wurde das Privatfernsehen eingeführt, um mehr Meinungs- und Informationsvielfalt zu ermöglichen. Was wir bekamen, waren „Tutti Frutti“ und hundert Folgen „Schulmädchenreport“. Noch später lautete die Verheißung, mit dem Internet werde die wahre Demokratie ausbrechen. Was wir jetzt haben, sind Kinder, die nicht wissen, warum wir Fronleichnam feiern, aber schon jede Menge Pornos gesehen haben.
Es ist ja richtig, dass das Internet insofern ein demokratisches Medium ist, als jetzt jeder berichten und kommentieren kann, wie das früher nur Zeitungen, Radio und Fernsehen konnten. Aber diese alten klassischen Medien wurden und werden noch immer nach handwerklichen Regeln gemacht und unterliegen den Gesetzen eines Rechtsstaats. Was gedruckt und gesendet wird, muss zuvor von einer Redaktion auf Wichtigkeit, Richtigkeit und Gesetzeskonformität geprüft werden.
Der einzelne Wutbürger daheim unterliegt keinerlei Kontrolle. Davon machen Millionen Gebrauch, und eben das macht das Internet zu einem Desinformationsmedium, in dem sich Lüge, Mobbing, Beschimpfung und Hass massenhaft verbreiten. Inzwischen ist aus den Worten des Hasses eine Tat geworden: der Mord an dem Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke. Das allein müsste schon genügen, um das Internet, in dem das Recht des Stärkeren gilt, endlich unter rechtsstaatliche Kontrolle zu bringen.

Christian Nürnberger, Mehr Kontrolle über das Internet.
Aus den Worten des Hasses ist eine Tat geworden: Der Mord am Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke
, in: Mainzer Allgemeine Zeitung, Samstag, zweiundzwanzigster Juni Zweitausendendundneunzehn


“Endlich etwas tun”

„Endlich etwas tun, um die Klimakatastrophe zu verhindern; endlich wirksam werden, um dem Sterben der Flüchtlinge im Mittelmeer ein Ende zu setzen; endlich etwas tun gegen die Kinderarmut und die Armut bei alleinerziehenden Müttern und Vätern.“

Manfred Rekowski, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, gestern auf dem Evangelischen Kirchentag in Dortmund in seinem Nachtsegen an die Adresse der Regierenden in Deutschland

„Gone For Good“

Ich habe sie in Dortmund verpaßt …

Vergangenheit

Die Große Koalition der beiden schwindenden Volksparteien regiert ein Land, das es nicht mehr gibt, mit einem Instrumentarium, das nicht mehr funktioniert. Die CDU hat (wie die SPD) den Kontakt zur Gegenwart verloren. Und wenn sie von Rezo und seinen 13 Millionen dazu gezwungen wird, flüchtet sie auf bekanntes Terrain, nämlich die Vergangenheit.

Sascha Lobo, Digitalpolitik der Volksparteien. Marathon im Fettnapf, in: Spiegel Online vom dreißigsten Mai Zweitausendundneunzehn