Monat: April 2015

Verantwortungsdiffusion

Der Bundesnachrichtendienst hat illegal und im Auftrag des US-Geheimdienstes NSA spioniert – und keiner will dafür verantwortlich sein. Wenn es um Fehler, Affären und Skandale von Geheimdiensten geht, ist seit jeher ein Phänomen zu beobachten, das Verantwortungsdiffusion heißt: Niemand weiß angeblich so richtig, wie und warum es zum Skandal kam und wer wann von ihm wusste. Und wer etwas davon wusste, der leugnet – wie Innenminister de Maizière soeben – dass er davon wusste. Das ist ein unerträglicher Zustand: Die Übernahme von Verantwortung gehört zum Wesen der Demokratie. Wenn niemand verantwortlich ist, ist zumindest das ein Indiz für eine miserable Organisation. Dann greift das, was man politische Verantwortung nennt: eine Haftung des zuständigen Ministers, selbst wenn er in einen Skandal nicht persönlich verstrickt war.

Heribert Prantl, Außer Kontrolle, in: Süddeutsche Zeitung von heute

 

Haltewunschtaste

Nächster Halt Witzwort. Zum Aussteigen bitte Haltewunschtaste betätigen.” Durchsage heute in der Regionalbahn von Husum nach Sankt Peter Ording.

No!

Wenn die Hunde nun noch das Schild verstehen könnten, anders als ihre Herrchen oder Frauchen …

   

Oh Gott, Ich Kann Gar Nicht Aufhören Zu Knatschen

Diese Fundsache verdanke ich meinem Sohn. Danke.

Lange her …

“Es ist schon lange her, daß wir Politik gemacht haben.” Kate McGarrigle und ihre Schwester Anna. Complainte Pour Ste Catherine.

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Vierundsechzig

Noch eine Version von “When I’m Sixtyfour”. Jericho Jones. Einer der ersten israelischen Rockbands. Besser bekannt unter The Chrchills.

 

420

Heute ist Weed-Day. Welt-Marihuana-Tag. Wat et nit all jitt. Jährlich wird an diesem Tag, dem zwanzigsten April, weltweit um zwanzig Minuten nach vier Uhr von der erdballumspannenden Kiffergemeinde ein Joint angezündet. Der Weed-Day ist eine Verabredung zum gemeinsamen “high” werden. Daß damit in den meisten Ländern auch Gesetze verletzt werden, ist revolutionäre Nebentat. Heute trifft man sich auf den Plätzen in den Metropolen, etwa dem Hyde Park in London, oder dem Campus der Universitäten und  – raucht. Zudem wird der Tag genutzt, um für die Entkriminalisierung des nicht-medizinischen Cannabisgebrauchs einzutreten. Nicht wirklich gesichert ist die Herkunft des in der Kifferszene anerkannten Codes Vierhundertzwanzig. In Marin County in Kalifornien sollen sich fünf Jugendliche (“Die Waldos“) in den neunzehnhundertsiebziger Jahren jeden Nachmittag um zwanzig Minuten nach vier Uhr an einer Wand lehnend zum Kiffen verabredet haben. “Waldo 4/20” soll der Ausspruch gewesen sein, der als Code für den verbotenen Genuss galt. In der amerikanischen Schreibweise wird der zwanzigste April als “4/20” geschrieben, weshalb der Cannabis-Feiertag auf dieses Datum gelegt wurde.

Grashalmzupfwetter

“Grashalmzupfwetter”, diese poetisch-zärtlich-einfühlsame Liebeserklärung ans Frühlingswetter habe ich mir bei der “Lichtmalerin” ausgeliehen, bei der Photographin Heike Rost, die auf Instagram sowie Facebook zu finden ist.

www.heikerost.com