Kategorie: Sport

Turnierbeginn

Mal ganz ehrlich: Wenn die ganzen Rumpelfüßlermannschaften aus dem Turnier raus sind, fängt die Fußballweltmeisterschaft an, Spaß zu machen. Frankreich gegen Argentinien war doch ein toller Anfang und hätte zugleich ein wunderbares Endspiel sein können.

Elftausend

So, der elftausendste Kilometer ist geschafft. Nach einem krankheits- und krankenhausbedingten Päuschen, mal wieder. Diesmal war es nicht das bergische Wetter, das mich an der zügigeren Kilometerfresserei, jedenfalls für einen älteren Herrn, gehindert hat. Sei’s drum. Jetzt nehmen wir den zwölfmillionsten Meter in Angriff.

Null zu Null

Ägypten und Uruguay gurken sich ein torloses Unentschieden zusammen. Bis zur siebenundsechzigsten Minute jedenfalls, in der ich mir dies von der fußballbegeisterten Seele schreibe. Diese beiden Weltmeisterschaftsteilnehmer verursachen in etwa soviel Spannung beim neutralen Zuschauer wie eine Partie zwischen dem SV Elversberg und dem KSV Hessen Kassel, ohne diesen Regionalligisten zu nahe treten zu wollen. Warum nur in Gottes Namen sollen bei der nächsten WM achtundvierzig statt, wie bislang, zweiunddreißig Mannschaften teilnehmen? Klar, ich weiß, wegen der Einnahmen für die FIFA. Dann aber wird mehr als die Hälfte aller Spiele um die Weltmeisterschaft ein Niveau haben wie die heutige Paarung. Und eine solche Spannung erzeugen. Ein Lehrstück: Wie der Kohle wegen der sportliche Wert einer WM riskiert und Spannung und Unterhaltung für die Zuschauer bedeutungslos wird. Ach ja: Auch in der neunundsiebzigsten Minute steht es noch Null zu Null zwischen Ägypten und Uruguay.

Nachtrag: Auweia, in der neunundachtzigsten Minute gelingt Uruguay dann doch noch das Tor. Das aber ändert an der Armseligkeit des Spiels gar nichts.

„Sätze mit Anfang und ohne Ende“

Und die CSU-Größe Edmund Stoiber, der wieder Sätze mit Anfang und ohne Ende sprach und es schaffte, in einem einzigen Redeabschnitt die Wörter Bayern, Sowjetunion, Kulturpolitik, Schüleraustausch, Wirtschaftsannäherung, Kalter Krieg, Bipolare Welt, Washington, Moskau, Weltgeschehen, Putin, Jelzin, Eurasische Union, Europäische Union, Wladiwostok, Lissabon, Westen, Vereinigte Staaten, Obama, Romney, Gefühlslage, Regionalmacht, Schuldzuweisungen sowie die Jahreszahlen 1990, 1991, 1993 und 1995 unterzubringen.

Martin Schneider, Anne Will über die WM. Arne Friedrich? Ist das alles?, in Süddeutsche Zeitung vom vierten Juni Zweitausendundachtzehn

Ein ebenso eindrucksvolles Beispiel für derartige Sätze gibt es hier.

Niederlage und Anstand

Wer nach sportlichem Wettkampf dem Sieger nicht gratuliert, hat nicht nur den Kampf verloren, sondern auch Anstand und Ansehen.

Zehntausend

Es hat doch gedauert. Mit dem zehntausendsten Kilometer. Vom ersten Oktober an. Das bergische Wetter. Sei’s drum. Zehntausend Kilometer auf dem Rad. Seit Juli Zweitausendundfünfzehn. Für ene ahle Mann nit esu schlääch. Und jetzt? Jetzt geht es weiter. Ich arbeite ab sofort am elftausendsten Kilometer.

Sportler

Sportler leben nicht länger, sie sterben nur gesünder. Sagt das Netz. Ist dieses Fundstück nun eine eher tröstliche Erkenntnis oder doch eine niederschmetternde Wahrheit? Man weiß es nicht. Gottlob.

Beiderseitiges Einvernehmen

Beiderseitiges Einvernehmen. Gibt es eigentlich eine verlogenere Formulierung für das Faktum, daß man sich trennt? Daß man nicht mehr zusammenarbeitet? Daß einer geht und andere bleiben? Daß kaum jemals nur einer verantwortlich ist, wenn das gemeinsame Unternehmen ins Schlingern gerät, schiefgeht, scheitert?

Neuntausend

So, die Neuntausend sind Geschichte. Seit heute Mittag in Burscheid. Ab sofort arbeite ich am zehntausendsten Kilometer auf dem Rad. Immerhin. Seit Juli Zweitausendundfünfzehn. Immer wieder, immer weiter, wie der große Sportphilosoph Oliver Kahn einst meinte.