Vorbild Andreas Kasper

Der Name Andreas Kasper wird Ihnen nicht geläufig sein. Im Grunde ist er auch nicht wichtig. Andreas Kasper war einmal ein CDU-Shootingstar. Mit nur dreiunddreißig Jahren war er bereits Vorsitzender des Landesverbandes Lippe. Als Vorsitzender hieß er noch Dr. Andreas Kasper. Aber: in seiner Doktorarbeit zum Thema Sozialsponsoring hatte er, wie sich später herausstellte, aus fremden Quellen abgeschrieben und das nicht kenntlich gemacht. Eben so, wie ganz aktuell der Verteidigungsminister. 2009 wurde ihm von der Hochschule der Doktortitel aberkannt, mehr noch: die Staatsanwaltschaft verhängte eine Geldstrafe von 9.000 Euro, weil sie das öffentliche Interesse wegen des hohen Amtes von Kasper als gegeben ansah. Andreas Kasper ist kein Vorbild. Vorbildlich ist lediglich, wie Universität und Staatsanwaltschaft mit diesem Betrugsfall umgegangen sind. Da kann man nur hoffen, daß man sich in Bayreuth entsprechend verhalten wird.

1 Kommentare

  1. Helmut Stengel

    Die fehlerhafte Zitierweise in der Doktorarbeit ist ärgerlich und Kasper hat dafür inzwischen auch mehr als nötig gebüßt. Trotzdem ist die gute Arbeit von Andreas Kasper als Landesverbandsvorsteher bis heute nicht ausreichend gewürdigt worden. Abschließend dominierte leider nur noch die zielgerichtete Berichterstattung der NW-Landeszeitung über die Plagiatsvorwürfe.

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