Mißbrauch, die nächste

Mißbrauch, die nächste: Wie der WDR meldet, ist es auch im Konvikt St. Albert in Rheinbach und im Vinzenz-Pallotti-Kolleg in den 60er Jahren zu Übergriffen gekommen. Nicht nur die Jesuiten, sondern auch die Pallottiner haben sich also an Kindern und Jugendlichen vergangen und ihre Körper und Seelen geschändet. “Die Gemeinschaft der Pallottiner umfasst 300 Glaubensbrüder und gehört der katholischen Kirche an. Sie unterhält in Deutschland Einrichtungen wie Schulen, Jugendhilfeeinrichtungen und eine philosophisch-theologische Hochschule in Vallendar”, schreibt der WDR auf seiner Homepage. Diese Schulen und Jugendhilfeeinrichtungen werden zwar von den Pallottinern betrieben, der deutsche Steuerzahler aber gibt das seinige dazu. Skandalös genug. In den Kommentaren zum WDR-Artikel schreibt M.: “Ich selbst war in den 60er + 70er Jahren Schüler eines katholischen Internats in der Eifel. Körperliche Züchtigung, sexuelles Vergehen und psychischer Terror war dort an der Tagesordung. Nach heutigen Maßstäben wären die Patres und Erzieher direkt ins Gefängnis gewandert.” Und Geli kommentiert: “Jetzt weiß ich auch, was dieser unsägliche Mixa mit seiner Aussage gemeint hat. Wenn die sexuelle Revolution nicht gewesen wäre und wir immer noch gläubig und ohne nachzudenken den Pfaffen hinterrennen würden, wäre das Ganze nie ans Licht gekommen und die Rockträger würden den Respekt bekommen, der ihnen ihrer Meinung nach zusteht.” Den Schändern, Verharmlosern und Verleumdern in der Kirche, sei Psalm 77 ins Stammbuch geschrieben:

Ich rufe zu Gott, ich schreie, ich rufe zu Gott, bis er mich hört. Am Tag meiner Not suche ich den Herrn; unablässig erhebe ich nachts meine Hände, meine Seele lässt sich nicht trösten. Denke ich an Gott, muss ich seufzen; sinne ich nach, dann will mein Geist verzagen. Du lässt mich nicht mehr schlafen; ich bin voll Unruhe und kann nicht reden. Ich sinne nach über die Tage von einst; ich will denken an längst vergangene Jahre. Mein Herz grübelt bei Nacht, ich sinne nach, es forscht mein Geist.

Mir ist nach Speien zumute.

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