Mövenpick-Trinkgeld

Die Familie Finck ist Miteigentümerin der Mövenpick Gruppe, die in Deutschland vierzehn Hotels betreibt. Und Spenderin für die FDP. 1,1 Millionen Euro hat die FDP von einer Finck’schen Firma erhalten und mithin eine der höchsten Parteispenden in ihrer Geschichte. Die frühere FDP-Staatsministerin Hildegard Hamm-Brücher kritisiert im SPIEGEL das Vorgehen der Partei: “In der Regierung macht die FDP reine Klientelpolitik. Sie kümmert sich um die Steuerfragen einer bestimmten Schicht, das ist alles.” Eine Partei für das ganze Volk sei die FDP keinesfalls, denn für die brennenden gesellschaftlichen Probleme biete sie leider keine Lösungen an. “Wenn sie diesen Kurs nicht ändert, bekommt sie bei der nächsten Wahl höchstens zehn Prozent.” Auch Lobbykritiker beobachten die Politik der FDP mit Sorge: “Mit dem Eintritt der FDP in die Bundesregierung gewinnen die Unternehmerlobbyisten an Einfluss”, sagte Elmar Wigand vom Verein LobbyControl dem SPIEGEL.

3 Kommentare

  1. EDV-Schrauber

    Tja, ich lese leider nichts, was neu wäre. Die FDP war ist ist eine reine Lobbypartei. Und wird es bleiben.

    Das sich die investierten 1,1 Millionen für die Fincks richtig auszahlen werden, kann man leicht ausrechnen. *)

    Frau Hamm-Brücher ist vielleicht eine der letzten Politikerinnen des alten Schlages, jedenfalls hat mir ihr Verhalten damals beim Sturz von Kanzler Schmidt sehr imponiert.

    Mit freundlichem Gruß
    -EDV-Schrauber-

    *) Und für die mathematisch nicht ganz so bewanderten: Wenn die Hotels der Fincks die Preise nicht ändern, verdienen sie an jedem umgesetzten Euro rund 9 Cent mehr…

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