Die Folgen eines banalisierten Freiheitsbegriffs

Aktuell rollt die Corona-Sommerwelle, die wir uns hätten ersparen können, wenn man ein paar einfache Schutzmaßnahmen aufrechterhalten hätte – zum Beispiel das Tragen von Masken beim Einkaufen oder den Nachweis eines negativen Schnelltests bei großen Veranstaltungen. Zumal diese Maßnahmen in der Bevölkerung akzeptiert waren und es viel Routine bei ihrem Vollzug gab. Aber nein, weil die FDP den Freiheitsbegriff banalisiert, indem sie ihn auf die Abwesenheit eines funktionierenden Infektionsschutzes und Maskenlosigkeit in Supermärkten anwendet, findet sich die Nation nun in der Sommerwelle wieder. Die Inzidenzen steigen, der Wirtschaft fehlen Arbeitskräfte, und das ohnehin belastete Personal im Gesundheitswesen gerät durch eigene Krankschreibungen und wachsende Fallzahlen erneut unter Druck. Und nun besteht auch noch die Gefahr, dass am Ende wieder Kinder und Jugendliche ausbaden, dass die Ampelregierung in Berlin einfach die Bremse nicht rechtzeitig gefunden hat.

Eva Quadbeck, Lauterbach: Schulschließungen möglich. Anhaltendes Versagen, in: RGA vom fünften Siebten Zweitausendzweiundzwanzig

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