Den Rundfunk nicht den Erbsenzählern überlassen

Gert Monheim, mehrfach ausgezeichneter und preisgekrönter Dokumentarfilmer, Autor und Redakteur, plädiert in der Funk-Korrespondenz dafür, den Rundfunk nicht der Guillotine der Erbsenzähler zu überlassen, die Quote vor Qualität, Akzeptanz vor gesellschaftliche Bedeutung stellen. “Das öffentlich-rechtliche System verliert seine Legitimation, wenn es auf Quantität und nicht auf Qualität, wenn es auf Beliebigkeit und nicht auf Relevanz setzt. (…) Damit fünf Talkmaster mit einer überschaubaren Anzahl von immer gleichen Gäste von Sonntag bis Donnerstag in der ARD plaudern können, erreichen die Dokumentationen, in denen gesellschaftliche Zustände grundsätzlich und nachhaltig untersucht werden, den normalen Gebührenzahler oft nicht mehr, der am nächsten Morgen zur Arbeit muss. An diesem Beispiel wird überdeutlich, auf welchen verhängnisvollen Weg die ARD sich begeben hat.”

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