Novembernacht

Schreib, schreib.
Es ist besser
als der Nebel und alles
Nirwana.

Schreib. Die Frauen kommen
später, wenn du mit dem
Gesicht auf den Tasten liegst.
Schreib.

Aller Blues & Rock’n Roll
weht vorbei, du kennst
das. Wie der Südwind
in Istanbul
bevor es schneit.
Schreib, Amigo, schreib.

Such nach Strandgut, nach
tristen Seelen nicht,
sie kommen zu dir.
Füll dein Papier
mit all ihren schattigen
Träumen, schreib.

Sie kommen, sie gehen,
halt sie nicht fest.
Sinnlos, deine Nacht
auf ihren Zungen zu
suchen. Sie
kommen, sie
gehen.

Schreib, und später
Schnaps
und Schlaf,
und wenn’s gut war,
ein leichter
Schlaf, wenn’s gut war.
Schreib.

Jörg Fauser, 1944 – 1987

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