Monat: August 2009

Woodstocktag II

Ein Fundstück: Der Woodstockroman von Georg Meier.

Klappentext

“Überall roch es nach Revolution. Der Geruch steckte in den Klamotten und wehte durch die Straßen”, so sagt es der Protagonist des Romans und beschreibt damit das Lebensgefühl eines Teils der damaligen Jugend, der Langhaarigen, der Gammler, Beatniks, Hippies, die Jack Kerouac, Allen Ginsberg und Camus gelesen hatten, die eines Tages mit nicht viel mehr als einem Schlafsack und einer Zahnbürste aus dem Elternhaus schlichen, um an der nächsten Autobahnauffahrt den Daumen in den Wind zu strecken. Der Held des Romans erzählt vom Leben auf der Straße, von Demos, freier Liebe und vom Abenteuer in den großen Städten Europas, und ebenso eindringlich beschreibt er die Irrwege, die opiatverseuchten Hotelzimmer in Istanbul und Afghanistan, die Suche nach der absoluten Wahrheit in politischen und spirituellen Sekten. In Rückblicken erzählt er aus seiner Kindheit und Jugend in der vom Krieg zerstörten Stadt Gießen, von amerikanischen Soldaten, die das Rock’ n’ Roll-Gefühl in die deutsche Provinz bringen.

Woodstocktag

Heute, am Woodstocktag (in WDR 2), wird sie 51. Madonna. Laut Kölnischer Rundschau soll sie gesagt haben: “Jeder denkt, ich sei total verrückt auf Sex. In Wahrheit lese ich lieber ein Buch.” Wahrscheinlich einen Erziehungsratgeber.

Und: Heute vor 32 Jahren starb Elvis, der King of Rock’n Roll. Er wurde nur 42. Es geht eben nicht gerecht zu in dieser Welt.

30. August: Tag der Verschwundenen

Kein Witz. Der 30 August ist der Internationale Tag der Verschwundenen. Ein Tag, an dem öffentlich auf das Schicksal von Menschen aufmerksam gemacht werden soll, die  gegen ihren Willen an einem Aufenthaltsort und unter Bedingungen interniert sind, die ihren Familienangehörigen oder ihren juristischen Vertretern nicht bekannt sind. In Wermelskirchen wäre das eher der folgende Montag, Matinee. Am Abend des Wahltags wird das Schicksal des Verschwindens auch Menschen in Wermelskirchen ereilen. Vielleicht sogar Parteien.

Ich bin dann mal weg: Wahlkampf in schwarz

Was lese ich da gerade? Die CDU in Grevenbroich hat sich doch nicht entblödet, in einer Wahlkampfanzeige mit dem Foto von Hape Kerkeling alias Horst Schlämmer  – Sie wissen schon: Liebelein und Hasenpower – werben zu wollen. Das ist ihr nun von der Produktionsfirma des Kerkeling-Films untersagt worden Ich bin dann mal weg gilt nun auch für die CDU-Wahlwerbung.

Halbgötter in weiß

Wer erinnert sich nicht? Wochen lang, Monate lang zogen Ärzte und Ärzteverbände durchs Land, demonstrierten und gaben kund, ihre Honorare sänken und sie seien alsbald auf Hartz IV angewiesen. Und nun? Laut Statistischem Bundesamt wuchsen die durchschnittlichen Ärztehonorare von 2002 auf 2007 um 12,7% und damit stärker als die Bruttoverdienste der Arbeitnehmer. Weiße Kittel schützen nicht vor Tor- und Unwahrheit.

Harakiri

Aufregung im Rathaus: Alle fünf Bewerber für den Loches-Platz sind bereits bei der ersten Prüfung ausgeschieden. Keiner erfüllt die Kriterien der von CDU und SPD erzwungenen europaweiten Ausschreibung. Die Bewerber sind darüber gestern per Fax und E-Mail aus dem Rathaus informiert worden. Danach fehlt bei allen der Nachweis von Referenzobjekten mit einem Nutzungsmix von Einzelhandel, Dienstleistung, Wohnen und Freizeit.

So die Bergische Morgenpost von gestern. Und die Stellungnahmen von CDU und SPD? Nichts. Keine. Nada. Man hat offenbar erheblichen Beratungsbedarf, wie  man dieses kommunalpolitische Eigentor den Bürgern und Wählern noch als grandiosen Sieg verkaufen kann. Weiterlesen

Hände weg vom schwarzen Po

Die Grünen mal wieder: Da haben sie sich mal ein schönes Wahlplakat für die Kommunalwahl machen lassen, schon stampfen sie es wieder ein. Weiße Damenhände am schwarzen Männerpo, verbunden mit der Aussage, daß es nur diesen Grund gäbe, schwarz zu wählen, waren den Kaarster Grünen zu heiß – oder zu schwarz…

Schade drum …

Peterchens Mondfahrt

Tja, so ist das mit den Experten fürs Himmlische: Manchmal knallen sie einfach durch. Peter Hintze, ehemaliger Generalsekretär der CDU und gelernter Pfarrer, will in den kommenden Jahren 1,5 Milliarden Euro ausgeben für eine unbemannte deutsche Mondmission. Wenn schon, denn schon: Bemannt muß die Mission sein, mit Peter Hintze.