Harakiri

Aufregung im Rathaus: Alle fünf Bewerber für den Loches-Platz sind bereits bei der ersten Prüfung ausgeschieden. Keiner erfüllt die Kriterien der von CDU und SPD erzwungenen europaweiten Ausschreibung. Die Bewerber sind darüber gestern per Fax und E-Mail aus dem Rathaus informiert worden. Danach fehlt bei allen der Nachweis von Referenzobjekten mit einem Nutzungsmix von Einzelhandel, Dienstleistung, Wohnen und Freizeit.

So die Bergische Morgenpost von gestern. Und die Stellungnahmen von CDU und SPD? Nichts. Keine. Nada. Man hat offenbar erheblichen Beratungsbedarf, wie  man dieses kommunalpolitische Eigentor den Bürgern und Wählern noch als grandiosen Sieg verkaufen kann. Harakiri ist die rituelle japanische Selbsttötung. In Wermelskirchen sind wir nun alle Zeugen der politischen Selbstentleibung einst großer politischer Parteien. Geeint (nur?) im Bemühen, die entgangene Macht, den Bürgermeistersessel wieder zu erlangen, war nachgerade jedes Mittel recht, den amtierenden Bürgermeister zu desavoiren. Und jetzt? Vermutlich wird heute der Scherbenhaufen schnell geklebt und das Werk erneut als grandiose, weitsichtige, nur dem Wohl der Stadt dienende Großtat verkauft.

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