Kategorie: Sonstiges

Maas, Waal, Rhein

Vier Tage nur dauerte die kleine Radtour, die ich mit Palle, meinem Sohn, und seinem Handbike entlang der Maas, der Waal und des Rheins durch Deutschland und Holland fahren durfte. Vier Tage und 268 Kilometer. Bei teils schwül-warm-schweißtreibend-unaushaltbarem Wetter, am Schluß, auf den letzten Kilometern auf der Bahntrasse von Lennep nach Wermelskirchen auch bei Nieselregen. Es ist ein Vergnügen, in Holland auf dem Rad unterwegs sein zu können, in Nimwegen beispielsweise auf einer eigenen, an die Autobrücke über den Rhein angeschraubten Fahrradbrücke den großen Fluß überqueren zu können. Eigene Ampelanlagen in größeren Städten, rot asphaltierte und also deutlich erkennbare und oft vom Autoweg getrennte Fahrradspuren, ein sehr gut ausgebautes Knotenpunktsystem zur Orientierung, spürbare Rücksicht der Automobilisten auf die Verkehrsteilnehmer ohne Knautschzone. Hierzulande leider alles noch Zunkunftsmusik. Aber Zukunftsmusik. Das alles wird sich auch hier durchsetzen. Später zwar. Aber auch Deutschland wird sich dem elektromobilen Radfahrtrend nicht entziehen können. Gut so.

Griether Password

Grieth am Rhein. Ein kleines Nest, gleich neben Kalkar. Nach knapp dreißig Kilometern legen Palle, mein Sohn, und ich ein Päuschen ein. Dreißig Kilometer Radeln, da hat man eine kleine Rast durchaus verdient. Wir sitzen draußen. Griether Markt. Ein Ehepaar, ebenfalls Radtouristen, am nächsten Tisch. Sonst nichts. Stille. Ruhe. Keine Einheimischen. Ein wenig Leben nur im Griether Hanselädchen. Milchkaffee, Wasser, Toast, alles zu haben. Sogar Internet. Unsere Handies zeigen an, das Griether Hanselädchen habe WLAN. Also flugs das Password erfragen. “Das hat mal jemand eingerichtet. Aber keiner weiß, wie das Password lautet. Wir arbeiten noch dran. Und der, der es eingerichtet hat, der ist im Moment in Afrika.” Eine Geschichte, die das Leben schrieb. Sowas kann man sich doch nicht ausdenken, oder? #daskannstedirnichtausdenken

Zweihundertsechsundvierzig

Wie soll man ein Volk regieren, das zweihundertsechsundvierzig Käsesorten kennt?

Felix Denk, Wie soll man ein Volk regieren, das 246 Käsesorten kennt? Über das delikate Verhältnis der Franzosen zum Essen, in: fluter (herausgegeben von der Bundeszentrale für Politische Bildung), Ausgabe Zweiundsechzig aus Zweitausenundsiebzehn

World Naked Gardening Day

Das ist ja mal ein leckerer Internationaler Tag, den wir da heute begehen dürfen. Und vermutlich wird sogar Petrus ein Einsehen haben. Bei soviel entblößter Haut. Wir begehen heute nämlich,  und schon zum dreizehnten mal, den World Naked Gardening Day. Auf dieser Website heißt es dazu: “Yes, apparently this is a real thing! World Naked Gardening Day is an international event when you strip down and tend your garden in the nude”. Also alles raustreten, in den Garten. Und vorher die Klamotten ablegen. Selbst das Schürzchen. Blank muss das Unkraut gezupft, die Komposterde verteilt oder der Busch gestutzt werden. “Started by Mark Storey for the Body Freedom Collaborative movement, the event is dedicated to making ‘non-sexual social nudity’ more acceptable.” Tja. Wozu ein Garten alles gut sein kann. Non-Sexual Social Nudity. Body Freedom Collaborative Movement. Da hat die Welt wirklich drauf gewartet. Endlich befreien wir uns, indem wir unseren Garten wieder zum Garten Eden machen. Rollback. Mark Storey, hab Dank.