Inbrunst

Gestern Abend. Der fünfundsechzigste Geburtstag eines ganz alten Freundes. Eine Geschlossene Gesellschaft in Ehren Ergrauter in einer Kölschen Eckkneipe mit Geschichte. Aber auch ein Fest wie damals, als wir noch mit blonden, brünetten oder schwarzen, jedenfalls langen Haaren unterwegs waren. Ein schönes Fest. Zu vorgerückter Stunde wurde gesungen. Lauthals. Wie damals. Wie oft bei solchen Gelegenheiten. Viele der Gäste hatten immerhin gemeinsam oder zur gleichen Zeit studiert und viele verbindet langjährige politische Arbeit. Das Liedgut? Schlager, Kölsch und Revolutionsromantik. Griechischer Wein gleichwertig neben der Partisanenhymne Bella Ciao, Yesterday neben Arsch huh – Zäng ussenander. Dazu noch Bläck Fööss-Evergreens, Katrin oder In unserem Veedel. Gesungen? Geschmettert. Mit Inbrunst. Es sollte vielleicht mehr solcher Feste geben.

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