Zweitausendachtzehn

Ein Freund und ehemaliger Kollege hat heute in Facebook geschrieben, daß ein namentlich nicht genannter Freund von ihm vegan lebe und bei jedem Wetter mit dem Fahrrad fahre. Aber an Silvester schicke er mit kindlicher Freude gerne ein paar Raketen gen Himmel. Arne, mein Freund, fragt nun, ob der klimatische Fußabdruck nun größer als der derjenigen sei, die hier mit großer Geste ihre “Böllerabstinenz” öffentlich machten und alle “Knalltüten” zu rücksichtslosen Idioten erklärten? „So wichtig und richtig ein nachhaltiger Lebensstil ist, so überflüssig ist jedweder volkspädagogische Impetus mit dem dieser herausposaunt wird. ‚Jeck loss jeck elans‘ sagen wir hier in Köln, was so viel bedeutet, dass jeder nach seiner Facon leben kann, so lange es ein gewisses Maß an Rücksichtnahme auf der einen und ein gewisses Maß an gelassener Geschmeidigkeit auf der anderen Seite gibt. Für 2018 wünsche ich mir mehr Toleranz und weniger evangelikale Besserwisserei. Vielleicht ist es ja auch mal ein guter Vorsatz, die eigenen Laster bewusst zu genießen, der Unvernunft ihren Raum zu geben und die Laster des Gegenübers milde wegzulächeln. In diesem Sinne wünsche ich allen hier ein frohes und ein sinnliches neues Jahr!“ Dem schließe ich mich ohne jeden Vorbehalt an. Toleranz, Rücksichtnahme und Geschmeidigkeit, Unvernunft, Laster und Lächeln können das neue Jahr nur besser machen. Ich wünsche allen Freunden und Bekannten ein frohes Jahr Zweitausendundachtzehn. Danke, Arne, für die Vorlage.

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