Kultur des Miteinanders

Wenn wir die Mitte der Gesellschaft stabilisieren wollen für eine Kultur des Miteinanders, werden wir das Sprechen wieder üben müssen. Langsam und behutsam. Das Sprechen miteinander, das einen Sinn ergibt, das mit Gründen und nicht bloßen Gefühlen unterlegt ist, und das den Plural, in dem wir existieren, nicht leugnet, sondern anerkennt. Es kommt nicht darauf an, was “man wohl noch mal sagen darf”, sondern was im Sprechen einen Sinn ergibt. Nicht nur für einen selbst, sondern auch für die anderen.

Carolin Emcke, Schäbige Gefühle, in: Süddeutsche Zeitung vom vierundzwanzigsten Oktober Zweitausendundfünfzehn

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