WoBo

Plakate auf der Dellmannstraße. Viele. Dort, wo es zumeist auch etwas flotter zugeht. So manchen Autofahrer durchzuckt die Frage: Ist denn schon wieder Wahlkampf? Nein, beruhigt sich der Fahrer, Wahlen sind doch erst im September. Wenn man nur besser erkennen könnte, um was es geht auf diesen Plakaten. Langsam auf eine rote Ampel zugerollt und schon kann man lesen: Wir für WoBo. Trendy klingt das, hip, irgendwie jung, jugendlich. WoBo. Was mag das sein? Wolfgang Borchert? Nein, nein, zu alt, zu lange her. Wobo, der Zauberer? Irgendwas mit Bohnerwachs? Der Wochenendtarif irgendeines Mobilfunkbetreibers? Ein Medikament? Woboenzym? Eine neue Bank? Nur so geht Bank heute, die Wobobank. Dann noch ein Plakat. Von der CDU. Wolfgang Bosbach kommt nach Wermelskirchen. Der CDU-Bundestagsabgeordnete aus Bergisch-Gladbach. Aha. WoBo. WoBo kandidiert für die gefühlt zehnte Legislaturperiode im Deutschen Bundestag. Der Mann ist volkstümlich, pflegt den rheinischen Singsang und muß nichts mehr werden. Kann sich also auch verhaltene Kritik am CDU-Kurs leisten. Bleibt ohnehin folgenlos. WoBo wird ausgemerkelt, immer mehr. Nein. Ich bin nicht für WoBo. Der ist weder trendy, noch hip, nicht jung oder jugendlich. Eher ein Auslaufmodell. Ein netter Mann. Aber keiner, den das Land jetzt braucht. Seine Zeit ist um. Wir für WoBo? Nein, präsentiert uns einen anderen.

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