Absurdistan

In der kommenden Woche will der Bundesvorstand der CDU ein Bildungskonzept verabschieden. Und dieses Bildungskonzept sieht, wie der Tagesspiegel schreibt, eine Kehrtwende der CDU-Bildungspolitik vor. Derzeit gebe es zu viele Schulformen, die Eltern, Schüler und Lehrer gleichermaßen verwirren, die Vergleichbarkeit innerhalb und zwischen den Ländern erschwert und die Mobilität behindert. Und also sollen die Haupt- und Realschulen zusammengefaßt werden, zu einer neuen “Oberschule”. Diese Oberschule soll neben dem Gymnasium ein gleichwertiger Bildungsweg sein. Nun kann man ja wenig bis gar nichts dagegen haben, wenn die CDU ihre noch vor Monaten gehegten ideologischen Positionen – unbedingter Erhalt von Gymnasium, Real- und Hauptschulen –  räumt und die Wirklichkeit zur Kenntnis nimmt. Warum die CDU im Land dann aber mit ihrer albernen Verweigerungshaltung gegen Schulkonsensgespräche mit allen im Landtag vertretenen Parteien ihre Scheuklappen pflegt, kann kein Mensch wachen Sinnes verstehen. Die nordrhein-westfälischen Christdemokraten machen sich es richtig gemütlich in Absurdistan.

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