Catch The Wind

Morgen wird er fünfundsechzig und kommt mithin ins Rentenalter. Die Rede ist von Donovan Phillips Leitch, dem in Glasgow geborenen Barden, Gitarristen und Songwriter. Wie war das noch damals, 1964, 1965, als er uns, meine Freunde und mich, allesamt gerade vierzehn- und fünfzehnjährig, mit seinem ersten Hit beglückte? Catch The Wind. Die britische Antwort auf Bob Dylan, so nannte der Radiosprecher, verflixt, von welchem Sender eigentlich?, Donovan. Ein dünnes Tremolo als Antwort auf eine dünn näselnde Stimme, vergleichbar nur das sägende Mundharmonikaspiel. Völlig egal. Alles besser als etwa Bill Ramsey oder Silvio Francesco. Und “I want to be in the warm hold of your loving mind” konnten wir seinerzeit schon verstehen, dafür reichte sogar das eher an Sir Francis Drake und seiner Bedeutung für das Königreich erworbene Schulenglisch. To feel you all around me and to take your hand along the sand, das entsprach auch unseren weitgehend unbestimmten Sehnsüchten seinerzeit. Kurzum: Donovan war angesagt und wann immer eine Party romantisch werden sollte, war der Folksänger dabei. Daß er später auch mit Musikern von Led Zeppelin oder der Jeff Beck Group musizierte, das habe ich erst vor wenigen Jahren mitbekommen. Die Stones, die Pretty Things, Kinks, Who, viele, viele, andere haben Donovan schnell ersetzt und die Parties müßten auch nicht mehr so romantisch sein, dafür laut, sehr laut.

Catch The Wind

In the chilly hours and minutes
of uncertainty
I want to be
In the warm hold of your loving mind.

To feel you all around me
And to take your hand
Along the sand
Ah, but I may as well try and catch the wind.

When sundown pales the sky
I wanna hide a while
Behind your smile
And everywhere I’d look, your eyes I’d find.

For me to love you now
Would be the sweetest thing,
T’would make me sing
Ah, but I may as well try and catch the wind.

Dee dee da da la da da da da da
Ya da da, da da, da da

When rain has hung the leaves with tears
I want you near
To kill my fears
To help me to leave all my blues behind.

For standing in your heart
Is where I wanna be
And I long to be,
Ah, but I may as well try and catch the wind.

Ah, but I may as well try and catch the wind

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