Sieben auf einen Streich

Sieben sind es jetzt. Sieben ehemalige Heimkinder haben eine eidesstattliche Versicherung abgegeben, nach der sie als Kinder von Walter Mixa geschlagen worden sind. Mit dem Stock, so berichtet eine nunmehr 41jährige Frau in der Süddeutschen Zeitung, habe der heutige Bischof auf sie eingeschlagen. “Ich musste die Hose runter ziehen, mich über die Badewanne beugen und bekam dann fünf bis sieben Schläge auf das Gesäß”, berichtet sie. “Die ersten zwei Tage danach war es unmöglich, vernünftig zu sitzen vor Schmerzen.” Der Donaukurier berichtet laut SZ von drei weiteren Personen, die Übergriffe erlebt haben wollen. Es wird wohl eng für den Katholiban, der in einem Blog auch schon als “Kettensäge der Kurie” bezeichnet worden ist. Denn warum sollte das Wort ehemaliger Heimkinder weniger Wert sein als das des Bischofs? Zurücktreten, die Opfer um Vergebung bitten und dann schweigen, für sehr lange Zeit schamvoll schweigen. Das wär’s. Vergebet, so wird Euch vergeben. Lukas, 6, 37, die Bergpredigt.

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