“Das erfordert einen Bruch mit der Legalität”

Laut Schätzung der deutschen Steuerfahndung befinden sich auf Schweizer Bankkonten fast 200 Milliarden Euro, die in der Bundesrepublik deklariert werden müssten. “An diesem Bankgeheimnis werdet ihr euch die Zähne ausbeißen”, sagte der Schweizer Finanzminister vor zwei Jahren ausländischen wie linken Kritikern. “Was wir jetzt sehen, ist eine moderne Form von Banküberfall”, so der Nationalrat der schweizerischen Christlichen Volkspartei Pirmin Bischof. Damit meinte er die Bereitschaft der deutschen Bundesregierung, eine vermutlich illegal erstellte Daten-CD mit Angaben über mutmaßliche Schwarzgeldkonten in der Schweiz zu kaufen. Für viele Schweizer ist das Bankgeheimnis ein Bankkundengeheimnis, bei dem der Schutz der Privatsphäre höchste Priorität genießt. “Man muss sich vor einem falsch gebauten Fiskalsystem in Sicherheit bringen dürfen, ohne physisch auszuwandern”, so zitiert Spiegel Online den Schweizer Privatbankier Konrad Hummler. “Das erfordert einen Bruch mit der Legalität.” Unverblümter kann man es wirklich nicht mehr formulieren.

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