Am Tiefpunkt

Es kann nur noch aufwärts gehen mit der örtlichen SPD. Denn sie ist am Tiefpunkt angelangt. Auf der SPD-Homepage betreibt sie infamste Presseschelte. “Stop Frau Tillmanns”, heißt es dort. SPD und CDU sind nicht einverstanden mit der Berichterstattung über die lokalen Vorgänge um den Loches-Platz und den Wahlkampf. Im Fazit des SPD-Beitrags heißt es unter anderem, die “unerträgliche(n) Einseitigkeit der lokalen Berichterstattung” erinnere zunehmend “an die Parteiblätter früherer kommunistischer Diktaturen”.

Gewiß kennt der Verfasser des Pamphlets, ein veritabler Professor, Parteiblätter kommunistischer Diktaturen nicht wirklich gut. Denn sonst hätte er sich zu einer solch infamen Formulierung kaum hinreißen lassen. So ist das, wenn man mit Schaum vor dem Mund schreibt.

Kommen wir zurück zum Titel des Machwerks: Stop Frau Tillmanns. Wer soll sie stoppen? Der Verleger? Und was heißt stoppen? Schreibverbot? Und wie lange soll man Frau Tillmanns stoppen? Nur bis zum Wahltag oder auch danach?

Nur zur Erinnerung:  Grundgesetz, Artikel 5 (1)

Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.

Das Professorenschreiben setzt auf den wohlfeilen antikommunistischen Reflex. Das hat schon funktioniert in der Geschichte unseres Landes. Die Zeiten aber sind gottlob vorbei. Glaubt der Professor wirklich, mit der Attacke auf die Pressefreiheit und einem äußerst geschmacklosen Vergleich die Wahlchancen der SPD zu verbessern?

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