12. April 2012 - 22:14 Uhr
In der vergangenen Saison hatte die Führung meines ehemaligen Lieblingsvereins in der Bundesliga die Reißleine gezogen und den Trainer wenige Spieltage vor Ende der Spielzeit entlassen. Der Sportdirektor übernahm die Mannschaft in den letzten paar Spielen dann noch als Trainer und erreichte den Klassenerhalt. Frank Schaefer hieß seinerzeit der geschasste Trainer, Volker Finke der Retter. Finke ist am zehnten März diesen Jahres entlassen worden, vom Geschäftsführer, denn ein Vereinspräsidium gibt es ja nicht mehr. Heute Trainer Solbakken, vier Spiele vor Ende der Saison. Die diesjährige Rettung verspricht sich die Rumpfvereinsführung von: Frank Schaefer. Bekloppt. Alle. Spieler, Fans, Führung. Alaaf.
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3. April 2012 - 21:02 Uhr
“Jetzt wird’s eng, jetzt wird’s eng, jetzt wird’s Neuer.” Sprachschöpfer und TV-Moderator Wolff-Christoph Fuss, heute auf SAT1 während des Spiels München gegen Marseille.
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2. April 2012 - 21:05 Uhr
“Da unten ist die Fahne oben.” Moderator Frank Buschmann auf Sport 1 während der Live-Übertragung des Zweitligaspiels Düsseldorf gegen Sankt Pauli.
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1. April 2012 - 18:20 Uhr
Mein führungsloser Verein ohne Präsident, ohne zwei Vizepräsidenten, ohne sportliche Leitung taumelt der zweiten Liga entgegen – und niemand ist in Sicht, der ein probates Rezept gegen den Niedergang hätte. Vor Wochen hat man den einzigen Fachmann entlassen, um den Trainer zu stärken. Jetzt ist niemand mehr im Amt, den man noch entlassen könnte, um ein Zeichen zu setzen. ”Nicht der Trainer ist das Problem”, sagte Geschäftsführer Claus Horstmann laut einer Pressemeldung des 1.FC köln. Nicht das einzige Problem, müßte es stattdessen heißen. Die Mannschaft ist das Problem, zusammengewürfelt, demotiviert, in Grüppchen und Häufchen zerfallen, mit einem Prinzen geschmückt, der Mannschaft und Verein vermutlich nicht mehr wirklich gut tut. Die Vereinsführungen sind und waren das Problem. Seit Franz Kremer hat es vermutlich keine Leitung in diesem Verein mehr gegeben, die sich der Mühe unterzogen hat, ein längerfristiges sportliches und finanzielles Konzept zu entwickeln. Kölsche Eitelkeiten statt seriöser Entwicklungsarbeit. Klüngel statt Teamwork der Besten. Dutzendweise sind die Vereine am FC vorbeigezogen, die sich entwickelt haben, einem sportlichen Konzept folgen, Talentförderung auf ihre Fahnen geschrieben haben, während im Schatten des Doms immer noch bierselig der Nimbus der Tradition besungen wird. Claus Horstmann beschwört stattdessen die „drastischen Maßnahmen in der Mannschaft und in der Trainingsvorbereitung für das Spiel gegen Bremen. Von der Mannschaft erwarten wir den unbedingten Willen, sich mit aller Kraft und Leidenschaft gegen das weitere Abrutschen in den Keller der Liga zu stemmen.” Gut gebrüllt, Löwe Horstmann. Aber das ist leider nur Voodoo. Beschwörungsvoodoo. Im Voodootaumel auch Dr. Werner Wolf, Vorsitzender des Verwaltungsrats: „Wir sind der Überzeugung, dass die sportliche Trendwende mit Stale Solbakken als Trainer möglich ist. Er hat das volle Vertrauen der Verantwortlichen, die vereinbarten Veränderungen umzusetzen.” Eine Trendwende mit einer komplett verunsicherten Mannschaft, einem angeschlagenen Trainer und einem Restprogramm, das es in sich hat. Nun denn. Ich werde mir den FC in der kommenden Saison nicht montags abends ansehen, gegen den FSV Frankfurt oder den SC Chemnitz.
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22. März 2012 - 06:52 Uhr
Genauso ist heute eine kurze Meldung im Sportteil des Wermelskirchener Generalanzeigers überschrieben: Spinner will FC führen. Gemeint ist der 1. FC Köln, die Diva vom Rhein. Angemessen und eigentlich die einzige Möglichkeit, denkt man sich beim überfliegenden Lesen der wenigen Zeilen. Und dennoch falsch. Werner Spinner, ehemals in der Führungsetage des Leverkusener Bayerkonzerns tätig, ist der Spinner, der sich den derzeit auf einigen Ebenen führungslosen, auf fast allen Ebenen kopflosen Verein antun will. Viel Vergnügen.
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7. März 2012 - 23:21 Uhr
“Für Messi haben sie hier in Barcelona den Ejakulativ erfunden, das ist jenseits des Superlativs.” (Wolff-Christoph Fuss, hauptberuflich selbsternannter Sprachkünstler und nebenamtlich Fußballkommentator bei SAT1, heute Abend beim Fußballchampionsleaguespiel FC Barcelona gegen Bayer 04 Leverkusen, in dem Messi allein fünf Tore gegen die Leverkusener Kicker erzielte)
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2. März 2012 - 20:37 Uhr
Habemus Papam! Wolfgang Niersbach ist gewählt. Ohne Gegenstimme. Einstimmig. Nur eine Enthaltung. Seine eigene. Wolfgang Niersbach ist neuer Präsident des Deutschen Fußballbundes. Mit dem Ergebnis, das einer ZK- oder Politbüro”wahl” alle Ehre einlegte. Passend ein Statement des Neuen Oberfußballers der Republik: “Ich war nie Revolutionär oder Revoluzzer. Aber ich glaube auch nicht, dass der DFB eine Revolution nötig hat. Er braucht eher eine Evolution. Ich bin konservativ, ich mag die klaren Strukturen.” Die klaren, strukturkonservativen Strukturen mochten die grauen Herren in den Politbüros dieser Welt auch. Und auch die ebenso grauen Herren in den Zentralen der Konzerne. Bleibt nur zu hoffen, daß die aktiven Fußballer dieses Verbandes weiterhin unangepaßt, ungestüm, fortschrittlich, erfolgreich kicken werden. Und die DFB-Mannschaft bunt bleibt, im Wortsinn. Und mithin den modernen Fußball repräsentiert.
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18. Februar 2012 - 14:14 Uhr
Der Präsident geht, der König kommt zurück. Von König Otto ist die Rede. Einst in Griechenland tätig, soll er nun die moribunde Hertha in der Hauptdtadt retten. Otto Rehagel, so melden es die Gazetten, nistet sich wieder ein in die Fußballbundesliga. Ab sofort ist das Wort von der “kontrollierten Offensive” wieder bundesligatauglich. Wer weiß: Vielleicht wird der Dreiundsiebzigjährige ja zum Hauptstadtretter. Dann verneigen sich neben den Griechen auch die Berliner vor dem Ex-Fußball-Rentner.

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11. Februar 2012 - 19:08 Uhr
Kopfnußschwalbe. Eine schöne Wortschöpfung des deutschen Blätterwaldes. Die freiwillige Landung des Igor de Camargo auf dem Rasen nach einem vermeintlichen Kopfstoß von Roman Hubnik am Mittwoch im Fußballpokalspiel Borussia Mönchengladbach gegen Hertha BSC machte sie möglich.
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