8. Juli 2011 - 22:59 Uhr
“Es gibt kein Schweigen mehr, keine Ruhe, nirgends. Die Luftverschmutzung ist der Lärmverschmutzung gewichen. Musik im Supermarkt, Musik im Café, Musik auf Restauranttoiletten. Köche im Fernsehen reden mehr und schneller als Otto Waalkes in seiner quasseligsten Zeit. Schweigende Fußball-Reporter, die einfach mal Spiel und Stadionkulisse wirken lassen? Die nicht sagen „Einwurf Garefrekes“, weil doch jeder Zuschauer im Fernsehen sehen kann, dass Garefrekes einen Einwurf macht? Warum, zum Teufel, musste beim Spiel der Deutschen gegen Frankreich der ZDFler Norbert Galeske bei einem Eckball hysterisch krähen, nun müsse aber rasch die Viererkette sortiert werden, wo es doch bei Eckbällen keine Kette gibt, weder eine Viererkette noch eine Dreierkette? Weil er reden muss, zwanghaft getrieben, alle Reporter im Fernsehen plaudern und labern und emotionalisieren unablässig, atemlos, pausenlos.” Aus einem Kommentar von Norbert Thomma im Tagesspiegel.
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6. Juli 2011 - 23:18 Uhr
Es gibt sie noch, die örtliche SPD. Jedenfalls hat sie mich eingeladen zu einer Mitgliederversammlung. Löblich. Nach Monaten mal wieder Gelegenheit zur politischen Diskussion. Auch um die Politik in Düsseldorf soll es gehen. Sehr gut. Bietet doch das nachgerade erbärmliche Taktieren der SPD-Fraktionsspitze bzw. der parlamentarischen Geschäftsführerin neulich in der Debatte um die West LB Anlaß genug, über den demokratischen Umgang im Parlament und die Bedeutung von Absprachen nachzudenken und zu diskutieren, vor allem, wenn sich Rot-Grün als “Koalition der Einladung” versteht. Nur: Welcher Teufel hat denn eigentlich den Wermelskirchener Ortsvereinsvorstand geritten, diese Mitgliederversammlung auf den kommenden Mittwoch zu terminieren? Dann nämlich finden zwei Halbfinalspiele der Frauenfußball-WM statt. Die Volksnähe von Volksparteien zeigt sich unter anderem daran, ob bei der Festlegung von Terminen auch der Rahmenterminkalender des Deutschen Fußball-Bundes zu Hilfe genommen wird.
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3. Juli 2011 - 18:59 Uhr
Da sage noch jemand, die Leistungen der Frauen bei der Fußballweltmeisterschaft unterschieden sich doch sehr von denen der Männer bei deren letztjähriger WM. Zumindest die Schiedsrichterinnen knüpfen nahtlos an die skurrilen bis erbarmungswürdigen Entscheidungen ihrer männlichen Pfeifenkollegen in Südafrika an. Heute nahm eine Feldspielerin im eigenen Strafraum den Ball in beide Hände, überlegte einen Moment und ließ die Kugel dann fallen. Zweiundzwanzig Spielerinnen, zehntausende Zuschauer im Stadion, Millionen an Fernsehgeräten waren sich einig: Elfmeter. Nein. Die ungarische Pfeifenfrau hatte nichts gesehen und ihre Kolleginnen an der Seitenlinie hätten ebenfalls die Armbinde mit den drei gelben Punkten verdient. Eben schoß Brasiliens Superstar Martha gegen Norwegen ein Tor, nachdem sie eine norwegische Verteidigerin einfach zu Boden gestoßen hatte. Die Amerikanerin im schwarzen Dress hatte kein Foul erkennen können. Die südkoreanische Unparteiische gestattete den nigerianischen Kickerinnen im Spiel gegen die deutschen Frauen Fouls, die ihren männlichen Kollegen alle Ehre gemacht hätten.
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3. Juli 2011 - 14:24 Uhr
“Da hat sie sich einen Tick abtreiben lassen”. Claudia Neumann, ZDF-Kommentatorin des heutigen Frauenfußballweltmeisterschaftsspiels zwischen Australien und Äquatorialafrika, zu einer Aktion der afrikanischen Spielerin Diala.
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29. Mai 2011 - 20:58 Uhr
Ich kann überhaupt nicht verstehen, warum Béla Réthy bei der Übertragung des Fußball-Länderspiels gegen Uruguay so schreit und brüllt. Als wäre kein Mikrophon in der Sprecherkabine, so daß er mein Zimmer mit Simmbandkraft erreichen müsse.
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18. Mai 2011 - 11:48 Uhr
Diegoist – gerade gelesen in einem Spiegel-Online-Forum. Schöne Wortschöpfung. Geschaffen vom User Boern. Gratulation.
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30. April 2011 - 20:29 Uhr
Wer glaubt, aus diesem Blog eine deutliche Aversion gegen schwarz-gelb herauslesen zu können, der irrt sich gewaltig. Ich bin eindeutig für schwarz-gelb. Jedenfalls, wenn es sich um gelbe Trikots und schwarze Hosen sowie schwarz-gelbe Stutzen handelt, also um Fußball. Die schwarz-gelbe Borussia aus Dortmund ist Deutscher Fußballmeister. Und der 1. FC Köln hat den Dortmundern vorzeitig zu dieser Meisterschaft verholfen. Fehlt nur noch, daß der FC in den beiden noch ausstehenden Spielen den Klassenerhalt endgültig absichert. Gratulation an Jürgen Klopp und Gratulation auch an Volker Finke. Und prost.
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17. November 2010 - 23:27 Uhr
“Die Redebeiträge haben den Gehalt von einem Teller Erbsen, mit Möhren und Kartoffelbrei im evangelischen Krankenhaus Köln-Sülz.” (Daniel Marx im Live-Ticker von Elf Freunde über die Mitgliederversammlung des 1. FC Köln am heutigen Abend.)
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21. Oktober 2010 - 13:00 Uhr
Wir haben sie nicht alle. Da wird zum Staatsaffairchen hochgeschrieben, daß die Bundeskanzlerin die Kabine der deutschen Fußballnationalmannschaft aufgesucht und sich im Kreis halbnackter junger Millionäre mit Ballzauberern unterhalten hat, ohne daß der Verbandspräsident Zwanziger zugegen war. Ob Frau Merkel Herrn Özil in der Kabine mitgeteilt hat, daß Multikulti gescheitert ist? Ein Kabinendrama. Wir haben ja ansonsten kaum Probleme im Land.
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