Nachtrag zur Bosbachschen Kirchtumspolitik

“Ich wäre jetzt richtig enttäuscht gewesen, wenn ich von Wolfgang Bosbach zum Thema Minarettverbot nichts gehört hätte. Aber auf den guten Mann ist Verlaß. Kaum ist das Ergebnis der Volksabstimmung in der Schweiz bekannt, sondert er seine geistigen Ergüße ab”, schreibt am 30. November der Dwarslöper, N.Burgmann, in seinem Blog. Und zitiert Thomas Wieczorek (aus seinem Buch “Die Dilettanten: Wie unfähig unsere Politiker wirklich sind”):

“Ein Bosbach”, sagt man in der Bundestagslobby, ist der Abstand zwischen zwei Talkshows.” Tatsächlich: Wo andere atmen, da quasselt Bosbach. Über Gott und die Welt und wieder über Gott. Mal greift er die türkische Presse scharf an, mal stellt er die Zustimmung zur Erbschaftssteuer in Frage. Mal will er Bundeswehreinsätze im Innern, mal die Abschaffung des Doppelpasses, mal eine Art Videoüberwachung für alle, weil niemand das Recht habe, unerkannt durch die Stadt zu gehen. Normalerweise ist das rechtslastige Polizeistaatpropaganda, aber bei Bosbach ist alles halb so wild, denn der hat die Lizenz zum Quatschen.”

Nicht wirklich freundlich, das Urteil, aber lesenswert.

4 Kommentare

  1. Ja, ja, sowas habe ich schon gelesen, natürlich. Daß ein Minarettverbot indes die Verbreitung des Islam eindämmen könnte, will sich mir nicht erschließen. Ich bleibe beim alten Voltaire: Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst. So, finde ich, sollten wir es auch mit der Religion halten. Jeder soll nach seiner Facon selig werden. Mit Turm oder Minarett.

  2. herr horn,
    was wissen sie eigentlich über die dachverbände die moscheen in der schweiz und deutschland finanzieren?
    haben sie sich schon mit der ditib, atib, millie görüs sowie mhp und den grauen wölfen beschäftigt?
    diese kräfte kontrollieren die moscheen..

    vielleicht hat sich der dumme schweizer mit dieser thematik auseinandergesetzt…
    ich denke es geht hier nicht um ein minarett sondern um kräfte die mit hilfe der türkischen regierung einen regressiven islam zuverbeiten versuchen..

    lg

  3. Naja, der Angesprochene sicher nicht. Und Masse ist nicht immer Klasse. Zudem schreibe ich hier aus Vergnügen. Wenns einer liest, ist es schon gut.

  4. Ralf Weber

    Ich frag´mich gerade, wie viele interessierte Zeitgenossen diesen Beitrag lesen :-)))

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