“Immer mehr Menschen haben zu wenig”

Der trübe Novembersamstag. Am Computer höre ich WDR2, Fußballbundesliga. Die Spiele scheinen auch nicht sonderlich aufregend zu sein. So trüb wie das Wetter. Also suche ich so ein wenig rum. Und finde. Die Tagesschau vom 5. November zum Beispiel. Unter der Überschrift: “Immer mehr Menschen haben zu wenig” wird das Statistische Bundesamt zitiert. Demnach gab es zum Jahresende 2008 insgesamt 768.000 Empfänger (!) von Grundsicherung, 4,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Grundsicherung soll den grundlegenden Bedarf für den Lebensunterhalt im Alter und bei Erwerbsminderung sicherstellen. Die Mehrheit der Betroffenen ist im Rentenalter. Auch immer mehr Männer erhalten diese besondere Form der Sozialhilfe. Von Altersarmut betroffen sind derzeit 2,5 Prozent aller Rentner. Die Zahl wird in den nächsten Jahren weiter anwachsen, weil immer weniger Menschen ihr ganzes Leben in Vollzeit arbeiten. Immer häufiger gibt es so genannte Brüche im Erwerbsleben – entweder durch Arbeitslosigkeit oder Kurzarbeit. Auch die Zahl von Teilzeit- oder Minijobs steigt. Dadurch sammelt man nicht mehr so hohe Rentenansprüche an, dass man im Alter davon leben kann. Novembertrübe Aussichten.

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