Die CDU NICHT hinterm Kreuz des Abgeordneten

Der frustrierte Besucher  “Frustrierter” hat mit seinem Kommentar vollkommen Recht. Da ist mir doch in der Tat ein fataler Mißgriff unterlaufen. Ich habe Wolfgang Bosbach mit Martin Bosbach verwechselt. Nicht genau genug gelesen, nicht aufmerksam gewesen beim Schreiben, ich habe keine gute Erklärung. Mea culpa, mea maxima culpa. Ich bitte jene, die ich in meinem Beitrag kritisiert habe, mir diesen Fehler nachzusehen.

Ich will es mir auch nicht so einfach machen und den Artikel einfach löschen. Daß ich ihn nicht aufrecht erhalte, soll durch die Streichung erkennbar werden. In der Überschrift habe ich ein NICHT eingefügt.

Lieber frustrierter Besucher, ich hoffe, mit meinem Eingeständnis einer ausgesprochen fehlerhaften Veröffentlichung und den vorgenommenen Änderungen Ihrer Kritik  entsprochen zu haben.

Nur: Kein Zweck heiligt alle Mittel. Das genau ist ja, was mir an der politischen Auseinandersetzung in Wermelskirchen Verdruß bereitet. Immer drauf ist gewiß auch nicht meine Devise, so wenig, wie ich das bei beiden Tageszeitungen als Motto erkennen kann.

Wie ach so mutig ist doch die CDU in Wermelskirchen. Seit der Veröffentlichung der Kritik von Investor Uhle in der Bergischen Morgenpost: keine Stellungnahme, keine Pressemitteilung, keine Nachricht auf der Internetseite. Heute dafür: Der Bundestagsabgeordnete Wolfgang Bosbach entschuldigt sich öffentlich für Bürgermeister Weik bei den potentiellen Investoren des Loches-Platzes. Na toll. Die CDU versteckt sich feige hinter dem breiten Kreuz des Abgeordneten.

Einige Fragen bleiben: Hat sich Wolfgang Bosbach vor seiner Stellungnahme im Rathaus schlau gemacht, gegebenenfalls sogar ein Gespräch mit dem Bürgermeister geführt? Wie steht es um die kommunalpolitische Kompetenz von Wolfgang Bosbach – wohlgemerkt: um die Kompetenz für Wermelskirchen, nicht für Bergisch-Gladbach, wo er zu Hause ist? Ist Wolfgang Bosbach etwa nur der Abgeordnete für CDU-Interessen in Berlin oder hat er nicht auch meine zu vertreten als mein Abgeordneter im Deutschen Bundestag, die anderer Bürger, die mit dem Kurs der CDU nicht einverstanden sind, die des gesamten Gemeinwesens hier, auch etwa die des Bürgermeisters?

Vielleicht ist es im Grunde gleichgültig, was Bosbach sagt. Nicht gleichgültig kann uns allen sein, daß die CDU nichts sagt gegen die Kritik eines Investors, sondern sich versteckt, abtaucht. Wir alle haben ein Recht auf die öffentliche Stellungnahme der CDU. Wer gewählt werden will, muß Farbe bekennen, auch, wenns unbequem werden sollte.

3 Kommentare

  1. Wolfgang Horn

    Doch, lieber Frustrierter, Ihr Kommentar wird natürlich freigegeben. Mir ist da ein fataler Fehler unterlaufen und dazu stehe ich auch. Ich werde den Beitrag ändern, korrigieren, aber nicht löschen.

  2. Frustrierter

    Wird der Kommentar freigegeben? ich glaube nicht!

  3. Frustrierter

    Der Zweck heiligt die Mittel! Immer drauf! so scheint Ihre Devise zu sein.(Wie bei der BM sonst?) oder waren Sie noch nicht ausgeschlafen, als sie den Artikel in der BM gelesen haben. Dort steht, nicht W. sondern M. Bosbach hat sich entschuldigt. Warum sollen CDU/SPD nicht auch einen Bürgermeisterkandidaten aufstellen? Es ist doch zwecklos! Der Kandidat der anderen Parteien (bis auf die Grünen, unser Bürgermeister, Herr Weik, macht doch weiter. Es scheint ihm also Spaß zu machen, gegen seine Widersacher zu
    “regieren”. Wäre es schade, wenn sowohl die SPD/CDU als auch Herr Weik nicht mehr in WK “an der Macht” wären?

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