Fare well, Michael, Freund, Genosse, Kompagnon

Was für ein furchtbarer Tag. Eben erreicht mich die Karte, mit der annonciert wird, daß mein alter Freund Michael nicht mehr ist. Wenige Wochen nur, nachdem er sein letztes Buch- und Filmprojekt erfolgreich zu Ende gebracht hat. Eine Gemeinschaft, eine Freundschaft, die länger als dreiundvierzig Jahre währte, ist nun zu Ende. Fare well, Michael, Freund, Genosse, Kompagnon.

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But I just can’t keep from cryin’ sometimes,
No I just can’t keep from cryin’ sometimes,
When my heart is full of sorrow,
When my eyes fill with tears,
Well I just can’t keep from cryin’ sometimes.

Neil Young über Donald Trump

Amerika erntet gerade, was es über Jahrzehnte gesät hat. Alles, was es in dieser Gesellschaft an Dummheit gibt, manifestiert sich im Reality-TV, einer Welt, in der Donald Trump zu Hause ist. Nun wird deutlich: Die Menschen unterscheiden nicht mehr zwischen Realität und Show. Somit ist Donald Trump das Endergebnis, die Personifizierung der amerikanischen Medienlandschaft. Die Republikaner haben jetzt Angst, dass sie es versaut haben. Aber sie haben über Jahre genau das getan, was Trump jetzt macht: Du nimmst dir die Themen, die den untersten Schichten am meisten Angst machen, Krieg, IS, Kriminalität, Einwanderung, negative Themen, und die bläst du immer weiter auf, bis sie riesig groß werden und irgendwann unkontrollierbar. Wenn Donald Trump Präsident der USA wird, werde ich in diesem Land wohl nicht mehr leben.

Neil Young, Apple kann mich mal. Interview, in: Süddeutsche Zeitung Magazin, Ausgabe Dreiundzwanzig in Zweitausendsechzehn